Untersuchung der Verpackungen

Das Material und Erzeugnisse zum Kontakt mit Lebensmitteln, u.a. Verpackungen und Verpackungsmaterial sollen, gemäß Verordnung EG 1935 1935/2004 vom 27. Oktober 2004, nach der guten Produktionspraxis hergestellt werden, und zwar so, damit bei normalen und vorhersehbaren Gebrauchsbedingungen es zu keiner Migration ihrer Bestandteile in die Lebensmittel in solchen Mengen kommt, die könnten:

• eine Gefährdung für die Gesundheit bringen
• inakzeptable Veränderungen in der Lebensmittelzusammensetzung bewirken
• eine Verschlechterung ihrer organoleptischen Merkmale bewirken

Unser Labor bietet Untersuchungen von Verpackungen, Verpackungsmaterial aus Metall, aus
Kunststoffen sowie aus Papier und Pappe an, und zwar im folgenden Bereich:

   •  Untersuchung der globalen und spezifischen (Phenol, Formaldehyd) Migration entsprechend
      der UE-Richtlinien und Verordnungen des Gesundheitsministers,
   •  sensorische Beurteilung der Geschmack- und Geruchsübertragung beim Kontakt mit
      Lebensmitteln
   •  organoleptische Beurteilung betreffend Aussehen, Dichtheit, Dauerhaftigkeit der Aufschriften u.ä.
   •  physikalich-chemische und mechanische Untersuchungen (z.B. Abmessungen, Dichtheit,
      chemische Beständigkeit)

Detaillierte Anforderungen zur zulässigen Migrationsgröße von Bestandteilen werden mit Hilfe der globalen und der spezifischen Migration beschrieben. Diese Anforderungen sind in Verordnungen des Gesundheitsministers zum Verzeichnis der Substanzen enthalten, deren Verwendung ist im Prozess der material- und Erzeugnisherstellung zulässig, sowie zur Überprüfungsweise der Übereinstimmung mit festgelegten Grenzen.

Die Migration ist die Gesamtmasse der organischen Substanzen/Metalle (globale Migration) oder bestimmter Verbindungen (spezifische Migration), die aus der Verpackung oder des Erzeugnisses in das Lebensmittel oder eine Modellflüssigkeit bei bestimmten Zeit- und Temperaturbedingungen frei übergehen.

Die von unserem Labor angebotene Untersuchungen werden nach Anforderungen der Verordnungen des Gesundheitsministers sowie Normen betreffend Prüfung der globalen oder spezifischen Migration von Verbindungen d.h. Phenol, Formaldehyd usw. durchgeführt.

Die bei den Untersuchungen verwendeten Modellflüssigkeiten sowie Zeit- und Temperaturbedingungen werden nach Anforderungen der Normalisationsdokumente und der Rechtsvorschriften, je nach Bestimmungszweck der Verpackung, z.B. für hydrierte Lebensmittel, mit großem Fettgehalt, mit niedrigem pH-Wert, für einmaligen oder mehrmaligen Gebrauch usw. gewählt

Je nach Lebensmittelart benutzen wir eine, zwei oder drei Modellflüssigkeiten:
•  destilliertes Wasser (Flüssigkeit A)
•  3%-ige Essigsäure (Flüssigkeit B)
•  10%-iges Äthanol (Flüssigkeit C)
•  Olivenöl oder fettimitierende Modellflüssigkeiten (Flüssigkeit D), die bei Substitutionstests
verwendet werden – wir benutzen dabei zwei Flüssigkeiten: Isooktan und 95% Äthanol.

Angewandte Methoden zur Migrationsbewertung sind:
•  Kammermethode
•  Tütenmethode
•  Eintauchmethode
•  Füllmethode